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Zukunft der AmperOase

24.03.2021

Neubau oder Generalsanierung – mit einer richtungsweisenden Präsentation zu der Zukunft des Hallenbades der AmperOase unterrichteten die Verantwortlichen der Stadtwerke Fürstenfeldbruck den Brucker Stadtrat in seiner Sitzung am 23. März 2021.

Neubau oder Generalsanierung – mit einer richtungsweisenden Präsentation zu der Zukunft des Hallenbades der AmperOase unterrichteten die Verantwortlichen der Stadtwerke Fürstenfeldbruck den Brucker Stadtrat in seiner Sitzung am 23. März 2021. Dieser unterstützt die Pläne von Geschäftsführer Jan Hoppenstedt zum Neubau des sanierungsbedürftigen Hallenbades. Zuvor hatte sich der Aufsichtsrat des lokalen Versorgers in einer Sitzung für einen Neubau ausgesprochen.

Oberbürgermeister und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender Erich Raff begrüßt die Befürwortung der Stadtratsmitglieder: „Der Prozess der Entscheidungsfindung war schwierig und hat uns einiges an Zeit und Anstrengung gekostet. Umso mehr bin ich nun zufrieden, eine einvernehmliche Lösung gefunden zu haben. Mit einem Neubau des Hallenbades erhalten wir ein langfristiges attraktives Freizeitangebot für die Stadt und das Umland.“  

Jan Hoppenstedt erläutert den aktuellen Stand im Hallenbad: „Eine weitere Instandsetzung des derzeitigen Hallenbades ist aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr vertretbar. In den vergangenen Monaten haben wir diverse Schäden behoben und zugleich mit externen Gutachtern eine umfangreiche Bestandsaufnahme durchgeführt. Dabei wurde ein großer Sanierungsbedarf festgestellt. Zudem treten neue unvorhersehbare Baumängel auf: Seien es die Gebrauchs- und Duschwassertechnik, die Beckenkonstruktion, die Filteranlagen, der Brandschutz, die Sanitäranlagen, die Lüftung im Rutschenturm oder die Regeltechnik für die Steuerung der Fußbodenheizung, der Fernwärme und der Beckenwassertemperatur – diese und weitere Bestandteile müssen erneuert werden. Folglich sind die Sanierungskosten für uns nicht mehr kalkulierbar. Da ist die Frage zusehends berechtigt, ob ein Neubau mit zeitgemäßer Kubatur nicht sinnvoller ist. Eine technische Machbarkeitsstudie und verschiedene Investitionsberechnungen sprechen sich klar für einen Neubau aus – es gibt dann keine Beschränkungen durch den Altbestand. Zudem sehe ich die überwiegenden Vorteile einer neuen Anlage gegenüber der bestehenden.“ 

Investitionskosten
Eine beauftragte Studie analysierte den Bestand der Bausubstanz und stellt die zu erwartenden Investitionskosten einer Generalsanierung gegenüber denen eines Neubaus. Beide Baumaßnahmen rufen Kosten von 18 bis 20 Millionen Euro hervor. „Unter energetischen und räumlichen Gesichtspunkten stellt eine Erneuerung die richtige Lösung dar. Das jetzige Areal können wir mit dem Neubau optimal nutzen und die Eisfläche soll weiterhin ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen. Die Architektur wäre mit einem verbesserten Raumkonzept der heutigen Zeit angepasst und mit dieser Investitionssumme können wir ein Kompaktbad mit 25-Meter-Sportbecken, Kinderbecken und attraktiver Saunalandschaft errichten. Nach einer Planungs- und Bauzeit von etwa drei bis vier Jahren erhalten wir 2024 bzw. 2025 ein Hallenbad mit einer energieeffizienten Technik und modernster Beckenkonstruktion. Die Synergien zwischen Hallenbad und Freibad bleiben weiterhin vorhanden und können erhöht werden“, so Hoppenstedt weiter. 

Sanierung des Hallenbades
Das Freizeit- und Familienbad – in den 70er Jahren erbaut und eröffnet – wurde zuletzt im Zeitraum von 1994 bis 1995 saniert sowie modernisiert. Nach nun mehr als 50 Jahren Betrieb erfordert die vorhandene Bausubstanz der Freizeitanlage eine erneute grundhafte Sanierung. Zudem erschweren die verschachtelten Räumlichkeiten und das begrenzte Platzangebot für die Betriebstechnik die Sanierungsarbeiten. Analog zu einem Neubau muss bei einer Sanierung mit einer Planungs- und Bauzeit von rund 48 Monaten gerechnet werden. „Trotz verschiedener Sanierungsmaßnahmen bestünde die Möglichkeit, weitere Schäden im Bauwerk zu finden. Denn das Hallenbad und die eingesetzte Technik sind am Ende des Lebenszyklus angekommen“, merkt Hoppenstedt an. 

Neubau
Dahingegen bietet ein Neubau einen wichtigen positiven Aspekt: Neben einem ähnlichen Angebot mit Sportbecken, Lehrschwimm- und Kinderbecken sowie Saunalandschaft kommt moderne energieeffiziente Technik zum Einsatz, die für die kommenden 20 bis 30 Jahre Bestand hat. Mit der Planung der Neukonstruktion können die Verantwortlichen bei den Stadtwerken jetzt beginnen. Für die Zeit der Schließung des Hallenbades von circa zwei Jahren wird derzeit schon nach Alternativen gesucht.